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Im Bericht des Evangelischen Kirchenboten ist dieser Wunscherprobungsraum schon erwähnt, nun soll ihm auch ein eigener Beitrag gewidmet werden.
Eine kleine Inspiration um ins Denken, Entdecken und Erproben zu kommen.

Erprobungsräume, innovative Ideen, neue Projekten haben immer den Nachteil, dass sie neben dem stehen, was schon vorher da war. Mit den alltäglichen Aufgaben der Kirchengemeinde geben sich die freiwilligen und den bezahlten Mitarbeitenden viel Mühe und haben damit auch ausreichend zu tun. Wo soll da noch Raum für neues sein oder überhaupt die Zeit einmal ins Denken, Träumen und Entdecken zu kommen?

Gut gebündelt findet sich das in folgendem Zitat, das immer wieder zu hören ist:

“Wir haben schon so viel zu tun, wie sollen wir da noch Freiräume haben, um Neues auszuprobieren?”

Das  vielleicht die  entscheidende Frage, an der die Zukunft der Kirche hängt. Wenn wir Freiräume und Spielräume wollen, dann müssen wir sie uns schaffen.

Das haben wir wohl alle mühsam im Kinderzimmer gelernt: wenn man Platz zum Spielen haben will, muss man zuerst aufräumen.

Wäre das nicht auch mal eine Idee für einen Erprobungsraum? Nicht etwas Neues tun, sondern etwas Altes lassen, mal ausprobieren wie das ist, wenn man etwas weglässt und dadurch Freiräume entstehen.

Zur Zeit lassen wir vieles weg, aber eben nur wegen der Pandemie und nicht aufgrund einer eigenen Entscheidung. Manches wird vielleicht so nicht mehr wiederkommen, weil Menschen den Anschluss verloren haben, aber genauso gut kann es sein, dass der Drang, sich wieder zu treffen und zu begegnen auch einen Wunsch nach neuen Gruppen und Kreisen im Gemeindehaus weckt.

An dieser Stelle stellt sich die Frage nach der Zukunft.

Was brauchen wir wieder, was brauchen wir noch und was brauchen wir nicht mehr.

Vielleicht ist es ein bisschen wie am Kleiderschrank. Da gibt es Stücke, die haben es hinter sich… durchgescheuert, verblichen, ausgefranst, fleckig, löchrig. Echte Lieblingsstücke, aber leider nicht mehr zu tragen. Anderes ist einfach nicht mehr modern, kommt aber vielleicht in ein paar Jahren wieder groß raus. Einige lang vermisste Schätze werden wieder sichtbar, aber auch Fehlkäufe und eigentümliche Geschenke. Am Ende steht die große Frage, was mit den Stücken passiert, die zu weit oder zu eng geworden sind. Werden sie noch einmal passen oder ist es Zeit sich von ihnen zu trennen?

So eine Aktion ist auch für die Gemeindearbeit sinnvoll. Entdecken was nicht mehr passt und überlegen, wie wir damit umgehen. Entscheidungen treffen sich von Aufgaben und Arbeitsfeldern zu trennen oder abwarten, bis sie wieder einmal groß rauskommen. Manches lässt sich ausbessern oder neu kombinieren, anderes hat seine Zeit gehabt.

Wie so etwas gehen kann, hat eine Pfarrerin in Brandenburg  vor langer Zeit schon einmal ausprobiert und schildert ihre Erfahrungen in diesem Video:

Vielleicht wäre das ja mal eine Inspiration für die Arbeit im Presbyterium. Vielleicht braucht es dazu auch Beratung und Begleitung durch Fachleute, aber all das ist im LabORAtorium ja möglich.

Wir wissen nicht, was dabei herauskommt, aber genau deswegen wollen wir ja ins Erproben kommen.

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